Einführung “ETCS signalgeführt” auf DB Netz Strecken

Die DB Netz AG verfolgt für die Ausrüstung des ERTMS-Korridors A mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS eine Doppel-Strategie mit Level 2 und Level 1. Auf den Streckenabschnitten mit ETCS Level 1 soll dabei eine betrieblich vergleichbare Ausprägung zum bewährten Zugbeeinflussungssystem PZB realisiert werden, wobei die Umsetzung nach europäischen Standards erfolgt. Gefahren wird in der Betriebsart Limited Supervision (L1LS), die seitens der DB Netz AG in
nationaler Umsetzung als „ETCS signalgeführt“ bezeichnet wird, weil der Tf weiterhin die konventionellen Signale beachtet.

Da es sich bei „ETCS signalgeführt“ um eine neue Technologie handelt, muss das erforderliche Lastenheft auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift für die Neue Typzulassung (VV NTZ) erstellt werden. Im Rahmen des NTZ-Prozesses werden neben dem Lastenheft auch ergänzende Dokumente für die Nachweisführung und Begutachtung erstellt.
Diese Dokumente beinhalten u. a.:

  • Auswirkungsanalysen auf andere Lastenhefte und
    auf Regelwerke der DB AG sowie
  • Erläutern und sicherheitliches Ermessen der Anforderungen.

Darauf aufbauend wird die Planungsvorschrift für „ETCS signalgeführt“ (Ril 819.1348) mit weiteren für die Implementierung erforderlichen
Planungsdokumenten (z. B. Balisen-Telegramme) ausgearbeitet.

Auf dem Bild ist die Planungsrichtlinie für ETCS signalgeführt abgebildet.

Abbildung aus der Planungsrichtlinie (Ril 819.1348)

Es handelt sich um einen Auszug eines Balisen-Telegramms, was bei der Nutzung von ETCSsignalgeführt benötit wird.

Auszug eines Balisen-Telegramms

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